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WIE HOCH SIND DIE GESAMTEN NEBENKOSTEN ZUSÄTZLICH ZUM KAUFPREIS UND WIE HOCH SIND DIE JÄHRLICHEN FIXKOSTEN BEIM KAUF EINES HAUSES IN SPANIEN?

WIE HOCH SIND DIE GESAMTEN NEBENKOSTEN ZUSÄTZLICH ZUM KAUFPREIS UND WIE HOCH SIND DIE JÄHRLICHEN FIXKOSTEN BEIM KAUF EINES HAUSES IN SPANIEN?
29 Jul

Der Kauf eines Traumhauses unter der spanischen Sonne ist eine wunderbare Vorstellung, aber die finanzielle Seite erfordert eine gute Vorbereitung. 

In Spanien funktioniert einiges etwas anders als in den Niederlanden oder Belgien. Hier ist die vollständige und klare Übersicht über die Kosten, mit denen Sie rechnen müssen.

1. Die einmaligen Kaufnebenkosten (Kaufnebenkosten) Zusätzlich zum vereinbarten Kaufpreis müssen Sie mit durchschnittlich 10 % bis 14 % an zusätzlichen Kaufnebenkosten rechnen. Wie viel das genau ist, hängt von der Art der Immobilie (Bestandsimmobilie oder Neubau) und der Region ab, in der Sie kaufen.

  • Die Steuern (7 % bis 12 %) Dies ist der größte Kostenpunkt und unterscheidet sich je nach Situation:

    • Bestandsimmobilie (Grunderwerbsteuer / ITP):

      • Costa del Sol (Andalusien): Ein fester Satz von 7 %.
      • Costa Cálida (Murcia): Ein fester Satz von 8 %.
      • Costa Blanca (Region Valencia): 9 % bis 10 %.
    • Neubau (direkt vom Bauträger):

      • Hier zahlen Sie keine Grunderwerbsteuer, sondern 10 % spanische Mehrwertsteuer (IVA).
      • Zudem fällt eine geringe Stempelsteuer (AJD) von 1,2 % bis 1,5 % an, je nach Region.
      • Gesamte Steuer bei Neubauten: 11,2 % bis 12 %.
  • Die Experten und die Verwaltung (ca. 2 % bis 3 %)

    • Unabhängiger Anwalt (Abogado): In Spanien unverzichtbar. Ein spanischer Notar prüft nämlich KEINE Schulden, illegalen Umbauten oder Baugenehmigungen. Ihr Anwalt übernimmt diese gründliche rechtliche Prüfung für Sie.

      • Kosten: Ca. 1 % des Kaufpreises (zzgl. MwSt.) oder ein Festpreis von etwa 1.500 € bis 3.000 €.
    • Notar und Grundbuchamt (Notaría & Registro): Für die Ausfertigung der offiziellen Eigentumsurkunde und die Eintragung der Immobilie auf Ihren Namen im Grundbuch.

      • Kosten: Zusammen etwa 1.200 € bis 2.000 €.
    • Gestoria & Verwaltung: Für die Beantragung der obligatorischen NIE-Nummer (spanische Steuernummer), eventuelle notarielle Vollmachten und die Eröffnung eines Bankkontos.

      • Kosten: Etwa 300 € bis 600 €.
  • Schnelle Faustregel für Ihr Gesamtbudget:

    • Bestandsimmobilie an der Costa del Sol: Rechnen Sie ± 10 % zum Kaufpreis hinzu.
    • Bestandsimmobilie an der Costa Blanca: Rechnen Sie ± 12 % zum Kaufpreis hinzu.
    • Neubau (alle Regionen): Rechnen Sie ± 13 % bis 14 % zum Kaufpreis hinzu.

2. Die jährlichen laufenden Fixkosten Sobald Sie Eigentümer sind, fallen wiederkehrende Kosten für die Erhaltung der Immobilie an. Im Durchschnitt liegen diese Fixkosten für ein normales Ferienhaus zwischen 1.500 € und 3.500 € pro Jahr.

  1. Gemeindesteuern

    • IBI (Spanische Grundsteuer): Dies ist die jährliche Grundsteuer. Sie wird auf Basis des Katasterwerts der Immobilie berechnet (der oft deutlich unter dem Marktwert liegt).

      • Kosten: Meist 300 € bis 800 € pro Jahr.
    • Müllgebühr (Basura): Lokale Gebühr für die Müllabfuhr.

      • Kosten: Ca. 80 € bis 200 € pro Jahr.
  2. Nichtresidentensteuer (IRNR / Modelo 210) Wenn Sie nicht offiziell in Spanien gemeldet sind, aber dort eine Immobilie besitzen, betrachtet der spanische Staat dies als eine Art „fiktiven Nutzungswert“.

    • Wenn Sie nicht vermieten: Sie zahlen eine geringe jährliche Steuer auf Basis eines Prozentsatzes des Katasterwerts.

      • Kosten: Ca. 150 € bis 400 € pro Jahr.
    • Wenn Sie VERMIETEN: Sie zahlen 19 % Steuer auf die Netto-Mieteinnahmen (EU-Bürger können Werbungskosten teilweise absetzen).
  3. Eigentümergemeinschaft / Hausgeld (Gastos de Comunidad) Kaufen Sie eine Wohnung oder ein Haus in einer Wohnanlage (urbanización)? Dann beteiligen Sie sich an den Unterhaltskosten für den Gemeinschaftspool, den Garten, den Aufzug und die Beleuchtung.

    • Kosten: 50 € bis 150 € pro Monat für eine Standardanlage. (Dies kann in Luxusresorts mit 24/7-Sicherheitsdienst und Spa auf über 300 € pro Monat steigen).
  4. Nebenkosten und Versicherung

    • Wasser & Strom: Auch wenn Sie nicht vor Ort sind, zahlen Sie eine feste Grundgebühr für den Anschluss.

      • Kosten: Rechnen Sie mit 40 € bis 70 € pro Monat bei Leerstand. Nutzen Sie im Sommer viel die Klimaanlage, liegt der Jahresdurchschnitt höher.
    • Gebäude- und Hausratversicherung:

      • Kosten: Ca. 200 € bis 500 € pro Jahr.

Praktisches Rechenbeispiel: Angenommen, Sie kaufen eine Bestandswohnung für 300.000 € an der Costa Blanca:

  • Kauf (einmalig):

    • Kaufpreis: 300.000 €
    • Grunderwerbsteuer (10 %): 30.000 €
    • Anwalt, Notar & Grundbuch (± 2 %): 6.000 €
    • Gesamte Erstinvestition: ± 336.000 €
  • Fixkosten (jährlich):

    • IBI + Müllgebühr: 550 €
    • Nichtresidentensteuer: 250 €
    • Hausgeld / Gemeinschaftskosten (90 €/Monat): 1.080 €
    • Grundgebühren Wasser & Strom: 700 €
    • Versicherung: 300 €
    • Gesamte Fixkosten pro Jahr: ± 2.880 €

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