Neuigkeiten & interessante Fakten Neuigkeiten & interessante Fakten

ImmoMoment

Neuigkeiten & interessante Fakten

ImmoMoment

WARUM DIE COSTA DEL SOL MASSIV IN DIE WASSERVERSORGUNGSSICHERHEIT INVESTIERT

WARUM DIE COSTA DEL SOL MASSIV IN DIE WASSERVERSORGUNGSSICHERHEIT INVESTIERT
5 Mai

Die spanische „Wasserautobahn“: Eine Rettungsleine für die Costa del Sol

Sonne, Meer und Strand sind die Ikonen der Costa del Sol, doch hinter den Kulissen kämpft die sonnige Südküste mit einem wachsenden Problem: einem kritischen Wassermangel. Die Region bündelt nun ihre Kräfte für ein ehrgeiziges Projekt von über 350 Millionen Euro. Der Bau der lang ersehnten „Wasserautobahn“ hat offiziell begonnen.

  • Das Problem: Eine tickende Zeitbombe aus den 60er Jahren: Vielen ist es nicht bewusst, aber die lebenswichtigen Wasserleitungen zwischen der Costa del Sol und Málaga stammen noch aus den 1960er Jahren. Sie sind buchstäblich am Ende ihrer Lebensdauer. Laut dem Wasserunternehmen Acosol führt dieses veraltete System zu einer gefährlichen Zunahme „explosionsartiger“ Rohrbrüche und massiver Lecks. Mit 580.000 festen Einwohnern – eine Zahl, die sich im Sommer mehr als verdoppelt – und zunehmender Trockenheit durch den Klimawandel ist ein modernes Netz kein Luxus mehr, sondern eine absolute Notwendigkeit für das Fortbestehen des Tourismus und die Lebensqualität.
  • Die Lösung: Eine neue Lebensader: Die „Wasserautobahn“ ist eine robuste Verbindung, die die Costa del Sol, Málaga und die Axarquía (östlich der Stadt) miteinander verknüpft. Diese neue Lebensader verbindet den wichtigen Stausee La Concepción (bei Marbella) direkter mit dem Rest des Küstenstreifens. Das Ziel: Ein flexibles System, mit dem Wasser in Notzeiten blitzschnell und effizient dorthin verteilt werden kann, wo die Wasserhähne trocken zu fallen drohen.
  • Ein technisches Meisterstück von 1 Kilometer: Die Dringlichkeit ist so groß, dass die erste Phase im Wert von 13 Millionen Euro bereits in vollem Gange ist. Die Strecke zwischen Torrequebrada (Benalmádena) und El Pinillo (Torremolinos) ist nur einen Kilometer lang, aber technisch eine enorme Herausforderung:

    • Hindernisse: Die Leitung muss unter den Cercanías-Bahngleisen und dem Hafen von Benalmádena hindurchgeführt werden.
    • Unterirdisches Puzzle: Ein Wald aus bestehenden Gas- und Telekommunikationsleitungen muss berücksichtigt werden.
    • Archäologie: Aufgrund der reichen Geschichte der Region ist die Wahrscheinlichkeit archäologischer Funde während der Grabungen groß.
  • Die Uhr tickt: Es gibt keine Zeit zu verlieren: Der Bauunternehmer hat nur acht Monate Zeit, um dieses erste entscheidende Bindeglied fertigzustellen. Die neue Leitung mit einem beeindruckenden Durchmesser von 800 Millimetern wird mindestens einen Meter tief vergraben, um die Region gegen die nächste Dürreperiode zu wappnen. Mit der „Wasserautobahn“ wählt die Costa del Sol eine Zukunft, in der Wassersicherheit die Basis für nachhaltiges Wachstum bildet. Es ist eine lebenswichtige Investition in die Lebensader einer der beliebtesten Regionen Europas.

Bildergalerie

Teilen

WhatsApp WhatsApp